Unfallreparaturen mit Gebrauchtteilen
Bei Unfallreparaturen wollen Autoversicherer dem schuldlos Geschädigten nach Informationen des Hamburger Magazins stern nur noch Gebrauchtteile einbauen.
stern: Autoversicherer planen Unfallreparaturen mit Gebrauchtteilen Hamburg (ots) -
Bei Unfallreparaturen wollen Autoversicherer dem schuldlos Geschädigten nach Informationen des Hamburger Magazins stern nur noch Gebrauchtteile einbauen. Die Abkehr vom Prinzip, dass jedes Ersatzteil fabrikneu sein muss, nennt sich "zeitwertgerechte Instandsetzung", schreibt das Hamburger Magazin in seiner neuen Ausgabe.
Der Grund für die Reparaturen mit Gebrauchtteilen ist laut stern, dass die Branche der Autoversicherer allein im Jahr 2000 ein Minusgeschäft von vier Milliarden Mark machte. Ein Großversuch des Marktführers Allianz ergab, dass die Reparaturen mit Gebrauchtteilen im Durchschnitt 3,5 Prozent billiger sind. Sie würden den 130 Versicherern pro Jahr rund eine Milliarde Mark ersparen. Dieter Anselm vom Allianz-Zentrum für Technik: "Der Kunde hat keinen Anspruch auf Neuteile." Anselm empfahl den Autoherstellern bereits, eigene Recyclingfirmen aufzubauen und "selbst in das Geschäft einzusteigen".
Diese Sicht des Versicherungskonzerns ist allerdings juristisch umstritten. Der Rechtsanwalt Jochen Pamer hat die Einspartricks der Versicherer untersucht und stellte gegenüber dem stern fest: "Der Geschädigte darf mit Gebrauchtteilen reparieren lassen, aber er muss es nicht."
Quelle: Fahrschule.de Internetdienste GmbH
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